SV Grohn - Newsartikel drucken


Autor: Matthias Guenther
Datum: 24.09.2019


Grohns Rumfpteam ist chancenlos

Fußball-Landesliga Bremen
 
 

Grohns Rumpfteam ist chancenlos

0:7-Pleite beim OSC Bremerhaven

Grohn. Das 0:7 (0:2) des Fußball-Landesligisten SV Grohn beim OSC Bremerhaven mag auf den ersten Blick nach einem Rückfall in alten Zeiten der Ära vor Spielertrainer Jan-Philipp Heine hindeuten. Doch auf den zweiten Blick lässt sich das Debakel im Nordseestadion erklären. Mit einer zwölfköpfigen Rumpftruppe, in der angeschlagenen Spieler, Akteure mit großem Trainingsrückstand und Denislav Velikov von den zweiten A-Junioren standen, gab es für die "Husaren" einfach keinen Blumentopf zu gewinnen.

Da sich aus den verschiedensten Gründen Ausfälle im Vorfeld abgezeichnet hatten, hatte sich Grohns Teammanager Torben Reiß frühzeitig um eine Verlegung der Partie bemüht. Er sei dabei aber genauso abgewiesen worden, wie vor dem Lotto-Pokal-Spiel (1:2) beim OSC, bei denen den Nordbremern die frühe Anstoßzeit an einem Werktag große Probleme bereitet hatte. Torben Reiß rückte im Nordseestadion übrigens auch noch in die Position des Interimstrainers, denn zu den fehlenden Marjano Bregasi, Jannis Kurkiewicz, Muhammet Özkul, Benjamin Samorski, Firat Erkek, Wladislaw Pfeifer und Özgör Serhanoglu, Ertan Özyasamis und Serhat Akbaba gesellte sich auch noch Spielertrainer Jan-Philipp Heine, der kurzfristig wegen ein Magen-Darm-Infektes passen musste.

"Angesichts dieser Rahmenbedingungen hat die Mannschaft es in der ersten Hälfte gut gemacht", fand Torben Reiß, der sich allerdings über das 0:2 ärgerte. "Nach einem Einwurf für uns hat die Ballverarbeitung bei Ishan Kepir einfach zu lange gedauert", erklärte Reiß, der den früh störenden Seestädtern allerdings auch viel Potenzial bescheinigte: "Da steckt viel drin." Einer personell besser bestückten Truppe hätte er allerdings auch zugetraut,  "aus Bremerhaven etwas mitzunehmen." Daran  war aber spätestens nach dem Doppelschlag zum 4:0 (50./55.) nicht mehr zu denken. "Die Spieler haben die Köpfe hängen lassen", stellte Reiß fest und musste zwischen der 71. und 89. Minute drei weitere Gegentreffer registrieren.

Jens Pillnick

Bericht aus dem Weser-Kurier vom 23.09.2019