SV Grohn - Newsartikel drucken


Autor: Matthias Guenther
Datum: 04.07.2018


Reiß übergibt an Zurek

Reiß übergibt an Zurek

Die Rolle des Übungsleiters beim Fußball-Landesligisten bekleidet künftig Celestin Zurek – Matthias Günther bleibt Co-Trainer und Rolf Kisser ist weiterhin als Betreuer im Einsatz.

Grohn. Mitte April 2017 verkündete damals der SV Grohn die Verpflichtung von Coach Torben Reiß. Das „Husaren“-Eigengewächs bastelte hiernach auch viel mit Co-Trainer Matthias Günther an dem Kader des stark abstiegsgefährdeten Fußball-Landesligisten herum – mit Erfolg. Die Grohner zeigten sich nach einem sehr verkorksten Start immer stabiler und schafften nun  in der Saison 2017/18 auch vorzeitig den Klassenerhalt.

Zwar bleibt Torben Reiß in der kommenden Landesliga-Saison den Nordbremern erhalten, aber in einer anderen Funktion. Der 47-Jährige übernimmt künftig den Posten des Sportlichen Leiters. Dieses hat Torben Reiß übrigens auch schon unter Waldemar Krajczyk gemacht – und die Rolle des Übungsleiters bekleidet künftig Celestin Zurek – Matthias Günther bleibt Co-Trainer und Rolf Kisser ist weiterhin als Betreuer im Einsatz.

„Es bleibt eigentlich alles beim Alten. Ich bin weiterhin sehr dicht an der Mannschaft dran, setze in Zukunft nur andere Schwerpunkte und Celestin kümmert sich um die Traineraufgaben, die ich bisher auch noch machte“, äußerte sich Torben Reiß. Vor allem möchte sich der künftige Sportliche Leiter um die Grohner Neuzugänge kümmern, um die formellen Dinge des Vereins und um Sponsorensuche.

„Wenn der Schuh drückt und Celestin Zurek oder Matthias Günther mal verhindert sind, helfe ich auch dort natürlich im Trainerbereich aus. Ich werde also sportlich noch sehr dicht an der ersten Mannschaft dranbleiben“, berichtete Torben Reiß. Reiß betont auch, dass die Grohner in der kommenden Landesliga-Saison nicht unbedingt ganz oben angreifen wollen. Wichtig ist, dass wir längerfristig mal mit einem unveränderten Kader zusammenarbeiten können. „Aber auch im Hinblick auf die nächste Saison haben wir leider wohl wieder einige Abgänge zu verzeichnen“, klagte Torben Reiß.

Der Grohner Spartenleiter Murtaza Celik (36) möchte nun auch gerne länger mit einem Trainer zusammenarbeiten. So wurde Celestin Zurek nach einem fünfstündigen Gespräch ein ganz heißer Kandidat und letztlich auch der neue Coach bei den „Husaren“. „Ein Trainer muss den Verein einfach lieben und vor allem auch mit den jungen Spielern klar kommen. Wir haben so eine interne Lösung favorisiert und dann war Celestin natürlich der richtige Mann für uns. Er passt gut zum Charakter der Spieler. Nun ist die Konstellation im Trainerbereich bestens“, meinte Murtaza Celik.

Grohns neuer Coach Celestin Zurek ist kein Unbekannter beim Oeversberg. Der Hobby-Angler, der erst kürzlich in Norwegen in Sachen angeln unterwegs war, stand bei den „Husaren“ im Trainerbereich und als Jugendtrainer von 1997 bis 2014 schon sehr lange an der Seitenlinie. Zuletzt fungierte der 50-Jährige  zwei Jahre beim Nachbarverein 1. FC Burg und legte danach eine längere Pause ein.

In dieser Zeit wurde er von den Grohner Verantwortlichen um Torben Reiß bereits angesprochen, doch erst jetzt passte es in sein Zeitfenster. Aufgrund des neuen Postens muss Celestin Zurek in Sachen Angeln nun sicherlich etwas kürzertreten. Doch das nimmt er gerne in Kauf. „Ich gönne nun den Fischen mal eine etwas längere Pause“, sagte Celestin Zurek.

Artikel von Olaf Schnell

Die Norddeutsche vom 06.06.2018