SV Grohn - Newsartikel drucken


Autor: Murtaza Celik
Datum: 22.05.2018


Vahr im Gl├╝ck - 2:1

Vahr im Glück - 2:1

Trainer Wojciech Glombik entschuldigt sich bei Grohn-Coach Torben Reiß für den Sieg

„Tut mir leid“, entschuldigte sich der Trainer des SC Vahr Blockdiek, Wojciech Glombik, gleich nach dem Abpfiff bei seinem Pendant vom SV Grohn, Torben Reiß, für den glücklichen 2:1-Sieg seiner Mannschaft in der Fußball-Landesliga. Die „Husaren“ verpassten damit einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt. „Ein Punkt wäre aber verdient gewesen“, urteilte Reiß.

Ali Atris verlängerte nach 26 Minuten einen Eckball von Cansin Cetin mit dem Fuß zum 1:0 für den Gast in die Maschen. Nur sechs Minuten später versäumten es die Nordbremer, Davin Maaß im Mittelfeld an einem Pass auf Raymondo de Souza zu hindern. Letzterer glich zum 1:1 aus. Kurz vor der Pause hätte Cansin Cetin seine Farben beinahe erneut in Führung gebracht. Doch dieser scheiterte nach einem Ballgewinn von Kerim Kerimov im Mittelfeld am gut reagierenden SC-Keeper Jonas Heigl.

Im zweiten Abschnitt hatten die Gastgeber zunächst ein optisches Übergewicht. Joker Benjamin Samorski vergab nach 68 Minuten die erste gute Gelegenheit für die Gäste in Durchgang zwei. Er wurde nach einem langen Ball von Keisuke Morikami im letzten Moment ausgebremst. Nun hatten die Grohner ihre beste Phase. Vahrs Patrick Glombik verhinderte in höchster Not einen Querpass von Benjamin Samorski auf den in der Mitte freistehenden Cansin Cetin (70.). Auch drei Eckbälle für Grohn führten in dieser Zeit nicht zum Erfolg.

„Den habe ich schon drin gesehen“, atmete Torben Reiß auf, nachdem Caner Yildirim auf Zuspiel von Kevin Kriewitz den SVG-Kasten unbedrängt verfehlte (72.). 60 Sekunden später traf Marco Dzien das Leder nicht richtig, sodass dieses zu einer sicheren Beute für Grohns Torwart Mehmet Tugay Tiras geriet. In diesen Minuten lag ein Vahrer Treffer in der Luft. „Da war es ja schon schwerer, den Ball vorbeizuschießen“, kommentierte SVG-Co-Trainer Matthias Günther eine verpasste Riesenchance von Kevin Kriewitz. Dieser zielte freistehend links vorbei (78.).

Reiß spürte, dass sein Team jetzt Hilfe braucht: „Kommt Grohn, alle noch einmal.“ Das sich andeutende Unheil vermochte der Coach aber nicht zu verhindern. Zardasht Abdulrahman führte einen Einwurf zu hektisch aus, sodass er damit einen schnellen Angriff der Hausherren einleitete. Kevin Kriewitz schien das Spielgerät nach einer Linksflanke von Caner Yildirim ein wenig über den Schlappen zu rutschen. Dennoch schlug der Ball rechts unten zum 2:1-Siegtor für das Heimteam ein (87.).

„Es war klar, dass die Mannschaft, die das erste Tor in der zweiten Halbzeit erzielt, gewinnen wird“ (Reiß). Fast hätte Caner Yildirim einen erneuten Einwurf von Abdulrahman verwertet. Auch Marco Dzien hatte noch das dritte Tor auf dem Fuß (89.). Von Grohn kam offensiv nichts mehr. „Wir haben uns beim Gegentor zum 1:2 blöd angestellt. Dennoch werden wir uns nun nicht unterkriegen lassen“, betonte Reiß.

Artikel von Karsten Hollmann

Bericht SPORTBUZZER 21.05.2018