SV Grohn - Newsartikel drucken


Autor: Murtaza Celik
Datum: 25.04.2018


SV Grohn kassiert sp├Ąte Niederlage

SV Grohn kassiert späte Niederlage

Gegen den FC Union 60 müssen die "Husaren" in der 88. Minute das 0:1 hinnehmen - und stehen so mit leeren Händen da

Mit einer äußerst unglücklichen 0:1 (0:0)-Heimniederlage musste sich am Sonntag der SV Grohn in der Fußball-Landesliga zufrieden geben. Die rund 70 Zuschauer merkten, dass der Gast FC Union 60 mit Aufstieg oder Abstieg nichts mehr zu tun hat, denn entscheidend taten die Gäste nichts fürs Spiel. Doch eine Unaufmerksamkeit der ansonsten mächtig bemühten Grohner in der Schlussphase der Partie genügte, die Gastgeber leer ausgehen zu lassen. Da war mehr drin, "absolut", befand nach Spielschluss auch SV-Trainer Torben Reiß. Ein "bisschen unglücklich" sei die Niederlage, umschrieb er das Ergebnis vorsichtig, denn Reiß wusste: "Bei einer besseren Chancenverwertung hätte man hier heute nicht verlieren dürfen."

Schon in der ersten Halbzeit hätten zwei Tore für die Heimelf fallen dürfen, ja eigentlich müssen. Die ständig anrennenden Grohner sahen in der 15. Minute einer schöne Hereingabe von Zardasht Abdulrahman auf den in der Mitte freistehenden Muhammed Özkul, doch der hämmerte den Ball am linken Pfosten vorbei. Eine weitere Viertelstunde später erspitzelte sich Benjamin Samorski in Nähe des Union-Strafraums den Ball, gab das Leder gleich weiter, doch Ahmet Aydogan zog zu harmlos und zu unplatziert ab (31.). Grohns Manko war, nicht noch häufiger den Ball kontrolliert in die Spitze gebracht zu haben. Zu häufig versprang das Leder oder stellte ein Union-Spieler den Fuß dazwischen. Die Gäste ihrerseits waren eigentlich nur auf Konter aus, die sie aber auch nicht überzeugend vortrugen.

Auch nach der Pause war Grohns größte Schwäche, dass zu wenige Spielzüge torgefährlich ausgespielt wurden – selbst wenn Union einen Samorski-Schuss gerade noch zur Ecke abwehrte (49.), in der 57. Minute gleich mehrere Grohner den Ball nicht ins Tor brachten oder Jan-Philipp Heine das Leder nach Zivoli-Ecke per Kopf neben den linken Pfosten setzte (68.). Bei einem einzigen Konter der Gäste war Grohn dann nicht entscheidend im Bilde, Unions Niklas Isserstedt durfte den Ball zu ungehindert auf den zu freistehend vor dem Tor wartenden Ruben Liesigk passen, der mit dem 0:1 keine Mühe hatte (88.). Torben Reiß wollte seine Spieler trotz der späten Niederlage  aber nicht kritisieren, schließlich hatten sie ihr kämpferisches Herz über  die gesamten 90 Minuten gezeigt. "Von der Sache haben sie es ganz gut gemacht", lobte der SV-Trainer, nur: "Die Durchschlagskraft fehlte."

Artikel von Carsten Spöring