SV Grohn - Newsartikel drucken


Autor: Murtaza Celik
Datum: 03.04.2018


Lemwerder feiert 2:0 Derbysieg

Lemwerder feiert 2:0-Derbysieg

Beim zuletzt stark aufspielenden SV Grohn sichern Andre Niedzulka und Sandro Iacovozzi dem SVL drei wichtige Punkte

Nach dem 2:0 (2:0)-Erfolg des SV Lemwerder im Nordderby beim SV Grohn bleiben die Abstiegssorgen der „Husaren“ unverändert groß. Auch die erneute Verlegung des Spiels auf den Kunstrasenplatz am Vegesacker Stadion brachte für den SV Grohn keine Vorteile. Der SVLemwerder gewann insgesamt verdient und hält weiter Anschluss an die Spitzenränge der Fußball-Landesliga. „Zwei individuelle Fehler von uns vor den beiden Gegentoren in der ersten Halbzeit haben das Spiel entschieden“, resümierte Grohns Trainer Torben Reiß. „Spielerisch war das zudem heute mager von uns. Wir haben uns nach vorne schwergetan, es fehlten die kreativen Köpfe.“ Gemeint waren die gelb-gesperrten Keisuke Morikami und Ali Atris, ohne deren ordnende Hand im Mittelfeld produzierten die nominellen Gastgeber viele Fehlpässe und Ballverluste. Zudem wurden insbesondere zu Beginn der Partie viele lange Bälle geschlagen, die jedoch nie einen Adressaten fanden.

Bezeichnend, dass die erste Grohner Offensivaktion aus einem Distanzschuss von Mannschaftskapitän Jan-Philipp Heine entsprang. Diesen konnte Lennart Scholz im SVL-Tor jedoch zur Ecke lenken. Auf der Gegenseite zeigte Tim Weinmann ebenfalls mit einem Schuss aus der Ferne seine Gefährlichkeit auf. Dann war es auch schon soweit, und der Ball lag das erste Mal im Grohner Tornetz. Janis Enßle und Yusuf Demir konnten zu zweit den enteilenden Tim Weinmann nicht aufhalten, und dessen Hereingabe fand André Niedzulka, der ohne Mühe einnetzen konnte (18.). „Wir haben gleich Gas gegeben und viele Ballgewinne in den ersten Minuten verzeichnet“, lobte Lemwerders Trainer Norman Stamer seine Mannschaft, auch in Anspielung an die verschlafene erste Spielhälfte bei OT Bremen (2:2). „Ich habe da viele gute Sachen gesehen“, bemerkte der SVL-Übungsleiter weiter bezüglich des ersten Durchgangs.

Allerdings mussten die Gäste neun Spielminuten später vermeintlich den Ausgleich hinnehmen, doch der Treffer von Zardasht Abdulrahman wurde von Schiedsrichter Daniel Grube (TS Woltmershausen) nach Rücksprache mit seinem Assistenten an der Linie wieder zurückgenommen. Der Assistent hatte den Torschützen beim Pass von Jan-Philipp Heine im Abseits gesehen, mit dem sofortigen Heben seiner Fahne aber gezögert. So war der Grohner Jubel verfrüht. Ein echter Torjubel war dann sechs Minuten vor der Halbzeitpause Lemwerders Sandro Iaco­vozzi vergönnt. Dieser behauptete den Ball am kurzen Pfosten, weil die Grohner Abwehrspieler viel zu nachlässig eingriffen, und konnte nach einer Körperdrehung halbhoch einschießen. Kurz zuvor hätte bereits Sean Yannik Windhorst das 2:0 für seine Farben erzielen können, scheiterte aber an einer Glanzparade von Grohns Torwart Mehmet Tugay Tiras. Im zweiten Spielabschnitt tat der SV Lemwerder nach Feststellung von Norman Stamer „nur noch das Nötigste“, das reichte aber, um den Dreier festzuhalten. Im Gegenteil, Tim Weinmann (zweimal) und Sean Yannik Windhorst hätten sogar das 3:0 markieren können. Der SV Grohn mühte sich redlich, aber auch die frühe Einwechselung von Stürmer Muhammed Özkul (41.) brachte keine echte Torchance mit sich. Der SV Grohn genießt am Ostermontag gegen OT erneut Heimrecht, der SV Lemwerder muss nochmals auswärts, diesmal beim TuS Komet Arsten, ran.

Artikel von Marc Gogol