SV Grohn - Newsartikel drucken


Autor: Matthias Guenther
Datum: 09.03.2018


Doppelte Derby-Spannung

Fußball-Landesliga Bremen

Doppelte Derby-Spannung

Nach der Komplettabsage des Vorwochenendes sieht der Spieltag nun zwei Ortsderbys vor. Die TSV Farge-Rekum empfängt den SV ­Lemwerder, und der SV Grohn hat den TSV Lesum-Burgdamm zu Gast.

Bremen-Nord. Nach der Komplettabsage des Vorwochenendes durch den Bremer Fußball-Verband sieht der Spieltag der Fußball-Landesliga an diesem Wochenende zwei spannenden Ortsderbys vor. Die TSV Farge-Rekum empfängt den SV ­Lemwerder, und der SV Grohn hat den TSV Lesum-Burgdamm zu Gast. Die DJK Blumenthal spielt zu Hause gegen den SC Vahr-Blockdiek.


SV Farge-Rekum – SV Lemwerder: Es ist jetzt der vierte Versuch der Schützlinge von Trainer Björn Reschke, im Jahr 2018 ein Punktspiel auszutragen. Und die Vorzeichen stehen gut, dass er diesmal gelingt. Der Farger Schlackeplatz ist zurzeit auf jeden Fall bespielbar, eventuell geht sogar der Rasenplatz. „Die Mannschaft ist brandheiß, weil es nun wohl endlich losgeht“, berichtet Björn Reschke und rechnet sich gegen den Tabellenvierten aus der Wesermarsch durchaus etwas aus. „Wir bauen darauf, dass gegen Lemwerder immer auch die Tagesform eine Rolle spielt und dass wir Heimvorteil haben“, sagt der TSV-Coach. Ihm stehen alle Akteure außer Gianluca Capoferri zur Verfügung, der nach seiner langwierigen Verletzung inzwischen aber auch wieder mit dem Lauftraining begonnen hat. Alle Urlauber sind zurück, die Grippewelle hat die Farger bisher verschont. „Lemwerder wird wohl auf Wiedergutmachung nach der Niederlage gegen Union aus sein“, vermutet Björn Reschke.

Wiedergutmachung ist auch ein Thema in den Gedankenspielen von Lemwerders Trainer Norman Stamer. Aber ein anderes ist auch die richtige Einstellung seiner Akteure – zum einen auf den Gegner, zum anderen auf die Platzverhältnisse. „Wir müssen vom Kopf her bereit sein, alles für einen Sieg zu tun, dann haben wir gute Möglichkeiten“, gibt Norman Stamer zu Protokoll. Die Fehler, die seine Mannschaft gegen Union (0:2) vorne und hinten fabriziert hat, müssten abgestellt werden, so Stamer weiter. Er mahnt zudem, den Tabellenletzten nicht zu unterschätzen. „Farge wird versuchen, gut in die Rückrunde reinzukommen, und hat seinen Kader im Winter ja auch an einigen Stellen verändert“, warnt der SVL-Trainer vor eigener Überheblichkeit. Denn will man in Lemwerder den Ansprüchen, vorne noch lange mitzumischen, gerecht werden, darf man sich so viele Ausrutscher nicht mehr erlauben. Der am Knie verletzte Kevin Schmidtke fällt ebenso aus wie der erkrankte Michael Wronski.
Sonntag, 15 Uhr, Rekumer Straße


SV Grohn – TSV Lesum-Burgdamm: Der SV Grohn zieht wieder einmal um. Das Nachbarschaftsderby findet im Vegesacker Stadion auf dem Kunstrasenplatz statt. „Die Unterbrechung nach dem Komet-Spiel, das gut war für unseren Gemütszustand, war schade“, begründet „Husaren“-Co-Trainer Matthias Günther, warum die Gastgeber nun unbedingt spielen wollen.

Auch die Tabellensituation ist Motivation für die Grohner, denn mit weiteren Punktgewinnen könnte man sich von den abstiegsgefährdeten beiden letzten Plätzen absetzen. „Jedes Spiel zählt jetzt“, sagt Matthias Günther. Allerdings müssen die Grohner möglicherweise auf eine ganze Menge angeschlagener Akteure verzichten. Die Liste der Spieler, deren Einsatz fraglich ist: Yusuf Demir, Jan-Philipp Heine, Muhammed Özkul, Janis Enßle und Michael Hatemoglu. Insofern wäre schon ein besseres Ergebnis als das klare 0:4 im Hinspiel ein Erfolgserlebnis für den SV Grohn.

Für den Gegner aus Lesum-Burgdamm bedeutet das Ortsduell einen Kaltstart. „Wir lassen uns überraschen“, sagt TSV-Trainer Gino Shabani, der nach eigenen Worten aufgrund der Witterungsverhältnisse eine mehr als bescheidene Vorbereitung hinter sich hat. „Wir müssen sehen, was wir von dem kompensieren und nachholen können, was wir in der Vorbereitung verpasst haben. Jammern nützt nichts“, so Gino Shabani weiter. Die Lesumer Mannschaft wird sich zudem aufgrund von Absagen wegen Arbeit, Urlaub oder Krankheiten erst kurzfristig quasi von selbst aufstellen, sodass die Gäste schon mit einem Unentschieden zufrieden wären. „Die wenigen Chancen, die wir wohl nur bekommen werden, müssen wir eben nutzen“, fordert Gino Shabani, um aus dem Vegesacker Stadion etwas Zählbares mitzunehmen. „Auf jeden Fall wird Grohn ein anderes Gesicht zeigen als noch im Hinspiel“, warnt der TSV-Trainer.
Sonntag, 15.15 Uhr, Stadion Vegesack


DJK Germania Blumenthal – SC Vahr-Blockdiek: Mit dem Schwung aus dem Tura-­Spiel (3:0) gehen die „Germanen“ auf Punktejagd gegen die nur zwei Punkte und drei Tabellenplätze hinter ihnen liegenden „Vahraonen“. Die Stadtbremer gewannen zuletzt mit 3:2 in Woltmershausen und werden vermutlich ebenfalls voll motiviert anreisen, zumal auch sie die Punkte dringend benötigen. „Wir werden versuchen, das Beste zu geben“, umschreibt DJK-Trainer Abdelfattah Rhazani die etwas unklare Ausgangslage. Zwar haben seine Spieler in diese Woche wieder dreimal draußen trainiert, doch im Spielrhythmus sind sie noch lange nicht. „Wir werden vorsichtig und in Ruhe beginnen“, lautet die Taktik des Coaches, der keine Spieler-Ausfälle zu beklagen hat. Da die Rasenplätze am Burgwall bis Ende März gesperrt sind, wird auf alle Fälle auf dem Kunstrasenplatz gekickt.
Sonnabend, 15 Uhr, Burgwall

von Marc Gogol - 09.03.2018