SV Grohn - Newsartikel drucken


Autor: Matthias Guenther
Datum: 23.02.2018


Grohn triumphiert beim Bremen Nord-Cup

Grohn triumphiert beim Bremen-Nord-Cup

Landesligist behält im Finale gegen Hastedt mit 2:1 die Oberhand / Reiß: Eine gute Geschichte für uns

Vor fast genau einem Jahr musste der SV Grohn noch frühzeitig die Koffer packen. Dieses Mal marschierten die „Husaren“ bei der 30. Auflage des Bremen-Nord-Cups, ausgerichtet vom SV Lemwerder, bis ins Finale des traditionell zum Jahresauftakt auf dem Programm stehenden Fußball-Turniers und holten sich schließlich den „Pott“. Das war den Landesliga-Kickern von Trainer Torben Reiß zuletzt im Jahr 2007 gelungen. Im Finale besiegten sie den Bremen-Ligisten BSC Hastedt mit 2:1.

„Ich wusste schon, dass wir eine gute Hallenmannschaft beisammen haben“, sagte Torben Reiß nach dem Endspiel. „In der Halle kann jedoch immer alles passieren, insofern war das für uns schon eine gute Geschichte hier“, so Torben Reiß weiter, dessen Mannschaft der Erfolg in der Ernst-Rodiek-Halle bald vielleicht auch Aufwind im Kampf um den Klassenerhalt auf dem Feld verleihen könnte. Die Grohner waren gesetzt und mussten somit nur am zweiten Turniertag ran, während der BSC Hastedt am ersten Tag noch durch die Qualifikationsmühle ging. Da gewannen die Mannen vom Jacobsberg ihre Gruppe jedoch souverän. Dennoch hatte auch Torben Reiß bei seinen Akteuren einen Kräfteverschleiß am Ende ausgemacht. So reichte die frühe Führung durch Ismail Zivoli zunächst nicht, erst spät markierte Ahmet Aydogan den 2:1-Siegtreffer.

Wie übrigens auch im Halbfinale gegen die U19 des Blumenthaler SV, die am Ende Vierter wurden. Sie unterlagen nach dem 0:1 im Halbfinale gegen den SV Grohn (Tor Aydogan, Vorlage Tiras) auch im Neun-Meter-Schießen um den dritten Platz dem TV Bremen-Walle 1875 mit 1:2. Die Pokale und Geldpreise überreichte bei der Siegerehrung in der
Milchbar BFV-Präsident Björn Fecker, der auch Augenzeuge des zweiten Turniertags war.

Trotz der beiden Niederlagen am Ende war Carsten Herbst, Trainer des A-Junioren-Regionalligisten mit dem Turnierverlauf aus Blumenthaler Sicht zufrieden. „Wir hätten im Halbfinale gegen Grohn zu Beginn eine Überzahl-Situation bekommen können, wer weiß, wie das Spiel dann gelaufen wäre. So konnten wir aber nur zwei oder drei Chancen herausspielen, die wir dann nicht genutzt haben. Grohn war insgesamt die stärkste Mannschaft des Turniers“, analysierte Herbst das Geschehen. Seine Jungs mussten ja auch durch die Qualifikation am
ersten Tag, und ein Teil der Mannschaft war parallel noch bei einem Turnier in Cloppenburg im Einsatz. Umso stärker war der Auftritt der BSV-Youngster einzuschätzen, denn mit dem zweiten Platz in der Qualifikationsgruppe und dem Sieg in der Hauptrunden-Gruppe lief es weitestgehend wie am Schnürchen für die Burgwall-Kicker. Im Viertelfinale wurde zudem der SV Löhnhorst eindrucksvoll mit 6:0 vom Feld gefegt.

Nicht so eindrucksvoll war der Auftritt der Gastgeber vom SV Lemwerder. Der Vorjahressieger startete als eine der vier gesetzten Teams – neben Grohn, der TSV Farge-Rekum und der DJK Germania Blumenthal – holprig ins Turnier mit einem knappen 3:2-Erfolg über den SV Türkspor. Dann folgten ein 6:1 über den SV Eintracht Aumund und ein wiederum knappes 2:1 über den SV Löhnhorst. Im Viertelfinale war dann allerdings für die Schützlinge von Trainer Norman Stamer, der sich überdies eine Zerrung zugezogen hatte, Endstation. 1:2 hieß es gegen den Bremen-Ligisten BSC Hastedt, trotz einer 1:0-Führung. „Aber wir haben ein gutes Turnier gespielt“, sagte Norman Stamer später, „ich bin total zufrieden“. Für den späteren Turniersieger SV Grohn hatte der SVL-Übungsleiter auch noch ein Lob übrig. „Das Finale lief zwar auf Augenhöhe ab, aber Grohn hat das schon gut gemacht“, fand Norman Stamer in den „Husaren“ einen würdigen Sieger.

Die TSV Farge-Rekum verlor in ihrer Hauptrundengruppe den Kampf um den zweiten Tabellenplatz gegen den BSC Hastedt übrigens recht unglücklich. Das direkte Duell zum Auftakt der Hauptrunde endete 1:1, danach holten beide Teams noch jeweils einen Sieg. Allerdings hatte Hastedt am Ende die um einen Treffer bessere Tordifferenz. Derartige Rechenspiele musste man bei DJK nicht bemühen. Die „Germanen“ hatten einige Ausfälle zu beklagen und waren lediglich mit acht Akteuren am Werk. Nur ein Punkt sprang in der Hauptrunde beim 2:2 gegen den TV Bremen-Walle 1875 heraus.

Der Vorjahresfinalist Spielvereinigung Berne hatte zunächst im Qualifikationsturnier als Gruppensieger vor den A-Junioren des Blumenthaler SV das Ticket zur Endrunde gelöst und dann großes Pech im Viertelfinale. Gegen den SV Grohn verloren die Berner erst durch ein Tor in letzter Sekunde mit 2:3. Grohns Muhammed Özkul hatte bei seinem Pressschlag viel Glück, und Bernes Michael Müller hätte einen Tag nach seinem 48. Geburtstag kurz zuvor selbst den Siegtreffer markieren können.

„Die Berner haben richtig guten Fußball gezeigt“, sagte auch Norman Stamer. Was für viele Teams an diesen zwei Tagen galt, der Futsal-Ball lief oftmals sehr ansehnlich durch die Reihen. Lobte Mitorganisator Ralf Bande: „So müssen sich die Spieler mehr bewegen, können nicht bolzen, und das Spielerische tritt mehr in den Vordergrund.“ So dürfte wohl auch die
fest eingeplante 31. Auflage des Bremen-Nord-Cups im Januar 2019 in ähnlicher Manier über die Bühne gehen.

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