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Herren 03.04.2018 von Murtaza Celik

1. Herren: Lemwerder feiert 2:0 Derbysieg

Lemwerder feiert 2:0-Derbysieg

Beim zuletzt stark aufspielenden SV Grohn sichern Andre Niedzulka und Sandro Iacovozzi dem SVL drei wichtige Punkte

Nach dem 2:0 (2:0)-Erfolg des SV Lemwerder im Nordderby beim SV Grohn bleiben die Abstiegssorgen der „Husaren“ unverändert groß. Auch die erneute Verlegung des Spiels auf den Kunstrasenplatz am Vegesacker Stadion brachte für den SV Grohn keine Vorteile. Der SVLemwerder gewann insgesamt verdient und hält weiter Anschluss an die Spitzenränge der Fußball-Landesliga. „Zwei individuelle Fehler von uns vor den beiden Gegentoren in der ersten Halbzeit haben das Spiel entschieden“, resümierte Grohns Trainer Torben Reiß. „Spielerisch war das zudem heute mager von uns. Wir haben uns nach vorne schwergetan, es fehlten die kreativen Köpfe.“ Gemeint waren die gelb-gesperrten Keisuke Morikami und Ali Atris, ohne deren ordnende Hand im Mittelfeld produzierten die nominellen Gastgeber viele Fehlpässe und Ballverluste. Zudem wurden insbesondere zu Beginn der Partie viele lange Bälle geschlagen, die jedoch nie einen Adressaten fanden.

Bezeichnend, dass die erste Grohner Offensivaktion aus einem Distanzschuss von Mannschaftskapitän Jan-Philipp Heine entsprang. Diesen konnte Lennart Scholz im SVL-Tor jedoch zur Ecke lenken. Auf der Gegenseite zeigte Tim Weinmann ebenfalls mit einem Schuss aus der Ferne seine Gefährlichkeit auf. Dann war es auch schon soweit, und der Ball lag das erste Mal im Grohner Tornetz. Janis Enßle und Yusuf Demir konnten zu zweit den enteilenden Tim Weinmann nicht aufhalten, und dessen Hereingabe fand André Niedzulka, der ohne Mühe einnetzen konnte (18.). „Wir haben gleich Gas gegeben und viele Ballgewinne in den ersten Minuten verzeichnet“, lobte Lemwerders Trainer Norman Stamer seine Mannschaft, auch in Anspielung an die verschlafene erste Spielhälfte bei OT Bremen (2:2). „Ich habe da viele gute Sachen gesehen“, bemerkte der SVL-Übungsleiter weiter bezüglich des ersten Durchgangs.

Allerdings mussten die Gäste neun Spielminuten später vermeintlich den Ausgleich hinnehmen, doch der Treffer von Zardasht Abdulrahman wurde von Schiedsrichter Daniel Grube (TS Woltmershausen) nach Rücksprache mit seinem Assistenten an der Linie wieder zurückgenommen. Der Assistent hatte den Torschützen beim Pass von Jan-Philipp Heine im Abseits gesehen, mit dem sofortigen Heben seiner Fahne aber gezögert. So war der Grohner Jubel verfrüht. Ein echter Torjubel war dann sechs Minuten vor der Halbzeitpause Lemwerders Sandro Iaco­vozzi vergönnt. Dieser behauptete den Ball am kurzen Pfosten, weil die Grohner Abwehrspieler viel zu nachlässig eingriffen, und konnte nach einer Körperdrehung halbhoch einschießen. Kurz zuvor hätte bereits Sean Yannik Windhorst das 2:0 für seine Farben erzielen können, scheiterte aber an einer Glanzparade von Grohns Torwart Mehmet Tugay Tiras. Im zweiten Spielabschnitt tat der SV Lemwerder nach Feststellung von Norman Stamer „nur noch das Nötigste“, das reichte aber, um den Dreier festzuhalten. Im Gegenteil, Tim Weinmann (zweimal) und Sean Yannik Windhorst hätten sogar das 3:0 markieren können. Der SV Grohn mühte sich redlich, aber auch die frühe Einwechselung von Stürmer Muhammed Özkul (41.) brachte keine echte Torchance mit sich. Der SV Grohn genießt am Ostermontag gegen OT erneut Heimrecht, der SV Lemwerder muss nochmals auswärts, diesmal beim TuS Komet Arsten, ran.

Artikel von Marc Gogol

Herren 23.03.2018 von Matthias Guenther

1. Herren: Grohn-Coach erwartet motivierten TV Bremen-Walle 1875

Grohn-Coach Reiß erwartet motivierten TV Bremen-Walle 1875

Nach zwei Siegen in Folge fährt der Landesliga-Aufsteiger selbstbewusst nach Bremen-Nord

Der SV Grohn möchte seine Serie von zwei Siegen in Folge gegen den Zehnten TV Bremen-Walle 1875 ausbauen. „Das wird aber keine einfache Aufgabe, weil die Waller nach ihrem 4:0-Erfolg über die DJK Germania Blumenthal mit Sicherheit motiviert an die Sache herangehen werden“, gibt SV-Coach Torben Reiß zu bedenken. Reiß schaute bei diesem Sieg zu und erkannte eine sehr lauffreudige TV-Mannschaft, die gut als Team zusammenarbeite. „Vorne drin ist der bullige Stürmer Aziz Karlidag sehr auffällig“, sagt Reiß. Karlidag markierte gegen die DJK auch das 1:0.

Die „Husaren“ verloren das Hinspiel ebenfalls mit 0:4. „Das wollen wir jetzt natürlich besser machen“, erklärt Torben Reiß. Er bangt noch um den Einsatz seines Torwarts Mehmet Tugay Tiras, der zuletzt mit einer Grippe pausieren musste. Auch Grohns spielender Co-Trainer Jan-Philipp Heine war krank. Zudem ist Jan Benedikt Bujalla angeschlagen. „Das Spiel gegen eine Mannschaft, die hoch presst und zuletzt zweimal mit 4:0 siegte, wird kein Selbstgänger für uns. Wir müssen sehr konzentriert zu Werke gehen“, mahnt Reiß.

Sein Trainerkollege erwartet ebenfalls ein Spiel auf Augenhöhe. "Beide Teams scheinen im Moment gut drauf zu sein, die Tagesform wird sicherlich den Ausschlag über Sieg und Niederlage geben", so Uli Bitomsky. Dem Waller Coach ist nicht entgangen, dass sich die Nordbremer im Winter gut verstärkt haben und der aktuelle Tabellenplatz der Mannschaft nicht gerecht wird. Bitomsky sieht in dem Spiel eine große Chance, "einen Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt" zu machen. Mit einem Erfolg hätten die Waller ihren Vorsprung auf Grohn auf zehn Punkte ausgebaut. Einerseits. Andererseits kann er auch auf vier Punkte schrumpfen. "Und Grohn hat noch ein Spiel in der Hinterhand", weiß Bitomsky. "Aber webnn wir die richtige Einstellung an den Tag legen, die gegen Hemelingen und DJK Blumenthal weltklasse war, dann ist auf jeden Fall ein Sieg für uns drin."

So, 15 Uhr, Oeversberg oder Kunstrasen Vegesack

 

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Herren 12.03.2018 von Matthias Guenther

1. Herren: Grohn lässt es gewaltig krachen - 8:0

Grohn lässt es gewaltig krachen - 8:0

Nach der 2:0-Halbzeitführung schießen die "Husaren" gegen den TSV Lesum-Burgdamm noch sechs Tore

Schon vor zwei Wochen verlegte der Fußball-Landesligist SV Grohn sein Heimspiel vom zur Zeit noch unbespielbaren Oeversberg auf dem Vegesacker Kunstrasenplatz. Diesen Heimvorteil nutzten die noch abstiegsgefährdeten Mannen von SVG-Trainer Torben Reiß gegen TuS Komet Arsten bekanntlich zu einem wichtigen 2:1-Erfolg. Und auch gegen den Nachbarn TSV Lesum-Burgdamm klappte es nun vorzüglich. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit behielten die "Husaren" mit einem rekordverdächtigen 8:0 (2:0)-Erfolg die Oberhand.

Im Hinspiel setzten sich die Lesumer Ende August des vergangenen Jahres noch recht souverän mit 4:0 durch. Bei dem Kaltstart – in diesem Jahr waren die „Heidberger“ im Vergleich zu den Grohnern punktemäßig noch nicht im Einsatz – mussten die Gäste um Trainer Gino Shabani aber gleich auf mehrere Stammspieler aus unterschiedlichen Gründen verzichten. "Für uns war es sehr schwierig, die sehr vielen Ausfälle zu kompensieren. Ich bin sehr verärgert, dass wir so nur mit elf Feldspielern gegen Grohn antreten konnten", schimpfte Shabani, der sich vor dem Anpfiff eigentlich ein Unentschieden gewünscht hatte.

Auf dem SAV-Sportplatz hätten die Lesumer aber durchaus in Führung gehen können. Gleich zwei große Möglichkeiten hatte Fikri Cam auf dem Fuß, doch in der fünften Minute hatte er kein Glück beim Abschluss und sieben Minuten später schoss Cam über den Grohner Kasten. Auch Niklas Lehmkuhl hatte nach guter Vorarbeit des TSV-Mannschaftsführers Remigius Wild, der nach seiner Auswechslung in Sachen Lesumer Kader auch einen dicken Hals hatte – eine gute Möglichkeit (14.).Doch besser machten es einfach die Grohner. Schon der erste Treffer durch Keisuke Morikami war einfach sehenswert und das Eintrittsgeld wert. Morikami sah, dass der Lesumer Schlussmann Riad Bardhi etwas zu weit vor seinem Tor stand und überlistete ihn mit einem Schuss von der Mittellinie genau in den Winkel. Den zweiten Treffer von Ahmet Aydogan bereitete dann Keisuke Morikami über Cansin Cetin mustergültig vor (10.). In der 37. Minute hätte dann Cansin Cetin eigentlich auf 3:0 erhöhen müssen, doch er scheiterte in einer 1:1-Situation am gutparierenden Lesumer Torwart Riad Bardhi.

Den dritten TVG-Treffer holte Keisuke Morikami per Hechtflugkopfball in der 47. Minute nach, eine Minute später erhöhte Morikami per Direktschuss auf 4:0. Das Ergebnis auf 7:0 schraubten dann die eingewechselten Akteure Benjamin Samorski (63.) und Muhammed Özkul (73./78.) – damit hat Özkul bereits 14 Saisontore erzielt. Den Schlusspunkt setzte Florian Samorski aus halbrechter Position unmittelbar vor dem Abpfiff mit dem zweiten Sonntagsschuss ebenfalls genau in den Winkel. "An so einem Tag klappt dann auch so etwas", freute sich der „Husaren“-Co-Trainer Matthias Günther. Damit haben die Grohner in Sachen Abstiegskampf einen wichtigen Dreier geholt und auch ihr Torverhältnis erheblich verbessert.

"Wir waren viel besser in den Zweikämpfen und haben den Ball besser laufen lassen. Wir wollten das Nordderby auf jeden Fall gewinnen und haben das auch ohne Jan-Philipp Heine gut über die Bühne gebracht. Ich bin zu 100 Prozent überzeugt, dass wir den Klassenerhalt schaffen", berichtete Grohns starker Innenverteidiger Yusuf Demir. Glänzen konnten
auch der Dreifach-Torschütze Keisuke Morikami und Benjamin Samorski. Morikami überzeugte erst im Mittelfeld und ließ dann auch in der Abwehr nichts mehr anbrennen.

Herren 09.03.2018 von Matthias Guenther

1. Herren: Doppelte Derby-Spannung

Fußball-Landesliga Bremen

Doppelte Derby-Spannung

Nach der Komplettabsage des Vorwochenendes sieht der Spieltag nun zwei Ortsderbys vor. Die TSV Farge-Rekum empfängt den SV ­Lemwerder, und der SV Grohn hat den TSV Lesum-Burgdamm zu Gast.

Bremen-Nord. Nach der Komplettabsage des Vorwochenendes durch den Bremer Fußball-Verband sieht der Spieltag der Fußball-Landesliga an diesem Wochenende zwei spannenden Ortsderbys vor. Die TSV Farge-Rekum empfängt den SV ­Lemwerder, und der SV Grohn hat den TSV Lesum-Burgdamm zu Gast. Die DJK Blumenthal spielt zu Hause gegen den SC Vahr-Blockdiek.


SV Farge-Rekum – SV Lemwerder: Es ist jetzt der vierte Versuch der Schützlinge von Trainer Björn Reschke, im Jahr 2018 ein Punktspiel auszutragen. Und die Vorzeichen stehen gut, dass er diesmal gelingt. Der Farger Schlackeplatz ist zurzeit auf jeden Fall bespielbar, eventuell geht sogar der Rasenplatz. „Die Mannschaft ist brandheiß, weil es nun wohl endlich losgeht“, berichtet Björn Reschke und rechnet sich gegen den Tabellenvierten aus der Wesermarsch durchaus etwas aus. „Wir bauen darauf, dass gegen Lemwerder immer auch die Tagesform eine Rolle spielt und dass wir Heimvorteil haben“, sagt der TSV-Coach. Ihm stehen alle Akteure außer Gianluca Capoferri zur Verfügung, der nach seiner langwierigen Verletzung inzwischen aber auch wieder mit dem Lauftraining begonnen hat. Alle Urlauber sind zurück, die Grippewelle hat die Farger bisher verschont. „Lemwerder wird wohl auf Wiedergutmachung nach der Niederlage gegen Union aus sein“, vermutet Björn Reschke.

Wiedergutmachung ist auch ein Thema in den Gedankenspielen von Lemwerders Trainer Norman Stamer. Aber ein anderes ist auch die richtige Einstellung seiner Akteure – zum einen auf den Gegner, zum anderen auf die Platzverhältnisse. „Wir müssen vom Kopf her bereit sein, alles für einen Sieg zu tun, dann haben wir gute Möglichkeiten“, gibt Norman Stamer zu Protokoll. Die Fehler, die seine Mannschaft gegen Union (0:2) vorne und hinten fabriziert hat, müssten abgestellt werden, so Stamer weiter. Er mahnt zudem, den Tabellenletzten nicht zu unterschätzen. „Farge wird versuchen, gut in die Rückrunde reinzukommen, und hat seinen Kader im Winter ja auch an einigen Stellen verändert“, warnt der SVL-Trainer vor eigener Überheblichkeit. Denn will man in Lemwerder den Ansprüchen, vorne noch lange mitzumischen, gerecht werden, darf man sich so viele Ausrutscher nicht mehr erlauben. Der am Knie verletzte Kevin Schmidtke fällt ebenso aus wie der erkrankte Michael Wronski.
Sonntag, 15 Uhr, Rekumer Straße


SV Grohn – TSV Lesum-Burgdamm: Der SV Grohn zieht wieder einmal um. Das Nachbarschaftsderby findet im Vegesacker Stadion auf dem Kunstrasenplatz statt. „Die Unterbrechung nach dem Komet-Spiel, das gut war für unseren Gemütszustand, war schade“, begründet „Husaren“-Co-Trainer Matthias Günther, warum die Gastgeber nun unbedingt spielen wollen.

Auch die Tabellensituation ist Motivation für die Grohner, denn mit weiteren Punktgewinnen könnte man sich von den abstiegsgefährdeten beiden letzten Plätzen absetzen. „Jedes Spiel zählt jetzt“, sagt Matthias Günther. Allerdings müssen die Grohner möglicherweise auf eine ganze Menge angeschlagener Akteure verzichten. Die Liste der Spieler, deren Einsatz fraglich ist: Yusuf Demir, Jan-Philipp Heine, Muhammed Özkul, Janis Enßle und Michael Hatemoglu. Insofern wäre schon ein besseres Ergebnis als das klare 0:4 im Hinspiel ein Erfolgserlebnis für den SV Grohn.

Für den Gegner aus Lesum-Burgdamm bedeutet das Ortsduell einen Kaltstart. „Wir lassen uns überraschen“, sagt TSV-Trainer Gino Shabani, der nach eigenen Worten aufgrund der Witterungsverhältnisse eine mehr als bescheidene Vorbereitung hinter sich hat. „Wir müssen sehen, was wir von dem kompensieren und nachholen können, was wir in der Vorbereitung verpasst haben. Jammern nützt nichts“, so Gino Shabani weiter. Die Lesumer Mannschaft wird sich zudem aufgrund von Absagen wegen Arbeit, Urlaub oder Krankheiten erst kurzfristig quasi von selbst aufstellen, sodass die Gäste schon mit einem Unentschieden zufrieden wären. „Die wenigen Chancen, die wir wohl nur bekommen werden, müssen wir eben nutzen“, fordert Gino Shabani, um aus dem Vegesacker Stadion etwas Zählbares mitzunehmen. „Auf jeden Fall wird Grohn ein anderes Gesicht zeigen als noch im Hinspiel“, warnt der TSV-Trainer.
Sonntag, 15.15 Uhr, Stadion Vegesack


DJK Germania Blumenthal – SC Vahr-Blockdiek: Mit dem Schwung aus dem Tura-­Spiel (3:0) gehen die „Germanen“ auf Punktejagd gegen die nur zwei Punkte und drei Tabellenplätze hinter ihnen liegenden „Vahraonen“. Die Stadtbremer gewannen zuletzt mit 3:2 in Woltmershausen und werden vermutlich ebenfalls voll motiviert anreisen, zumal auch sie die Punkte dringend benötigen. „Wir werden versuchen, das Beste zu geben“, umschreibt DJK-Trainer Abdelfattah Rhazani die etwas unklare Ausgangslage. Zwar haben seine Spieler in diese Woche wieder dreimal draußen trainiert, doch im Spielrhythmus sind sie noch lange nicht. „Wir werden vorsichtig und in Ruhe beginnen“, lautet die Taktik des Coaches, der keine Spieler-Ausfälle zu beklagen hat. Da die Rasenplätze am Burgwall bis Ende März gesperrt sind, wird auf alle Fälle auf dem Kunstrasenplatz gekickt.
Sonnabend, 15 Uhr, Burgwall

von Marc Gogol - 09.03.2018

Herren 09.03.2018 von Matthias Guenther

1. Herren: Ein Juwel beim SV Grohn

Ein Juwel beim SV Grohn

Die Regionalliga im Visier

Der 25-jährige Keisuke Morikami zählt zu den Leistungsträgern beim Fußball-Landesligisten SV Grohn. Seine Tage bei den "Husaren" scheinen gezählt, aber jetzt gibt er alles für den Klassenerhalt

Grohn. In der Saison 2016/17 kam Keisuke Morikami für den SV Grohn in der Fußball-Bremen-Liga 25 Mal zum Einsatz, aber auch er konnte den Abstieg in die Landesliga nicht verhindern. In dieser Spielzeit gehört der 25-Jährige bei den abstiegsgefährdeten „Husaren“ erneut zu den Leistungsträgern und blickt so bereits auf 15 Einsätze zurück.

Also alles gut in Sachen Keisuke Morikami, oder? Nein, die Zeichen in der Personalie Morikami stehen eindeutig auf Abschied, weil der Noch-Grohner unbedingt höher spielen möchte. So spricht alles dafür, dass der Mittelfeldstratege nach Saisonende sich das Grohner Trikot wieder auszieht und bei einem anderen Verein anheuert. Möglichst laut Keisuke Morikami in Bremen, „aber auch ein Wechsel innerhalb von Deutschland ist möglich“, äußerte sich der in Gröpelingen wohnende Kicker.

Trotz der vielen Niederlagen in der Landesliga-Hinrunde zählte der Japaner bei den Mannen um Trainer Torben Reiß stets zu den Besten. Auch beim erfolgreichen Rückrundenstart gegen den TuS Komet Arsten hatte der Nordbremer zuletzt großen Anteil, dass sich der Drittletzte gegen die Stadtbremer mit 2:1 durchsetzte.

Dabei wäre Keisuke Morikami fast schon jetzt nicht mehr im Kader des Landesligisten gewesen. Kein geringer als der traditionsreiche Bremen-Ligist Bremer SV flirtete in der Winterpause ganz heftig mit dem Mittelfeldspieler – ohne Erfolg. Es fehlte nicht viel und so hätte Morikami schon in dieser Rückrunde unter anderem mit dem Ex-Blumentaler Schlussmann Malte Seemann beim BSV in einer Mannschaft gespielt.

Aber warum platzte der Wechsel zum Panzenberg denn nun eigentlich? „Ja, es war für den SV Grohn zum Jahreswechsel einfach ein sehr ungünstiger Zeitpunkt. Da mussten wir in Sachen Morikami-Wechsel natürlich den Fokus nur auf unseren Verein legen“ (Reiß). Und damit war die Geschichte für seinen jetzigen Trainer Torben Reiß, der für Keisuke Morikami schon eine gewisse Vater-Funktion einnimmt – sich so zum Beispiel um Arbeit, Wohnung und seine Deutsch-Kenntnisse kümmerte – auch erledigt. 

Doch auch so dürften die Tage beim SV Grohn aus Sicht des Japaners gezählt sein. Wer sich schon einmal eine Partie der Grohner angesehen hat, dem wird bestimmt aufgefallen sein, dass Keisuke Morikami mit seiner Ballbehandlung aus dem Team etwas heraussticht und er in einer höherspielenden Mannschaft auf jeden Fall besser aufgehoben wäre. Dieser Meinung ist auch Torben Reiß. „Aber für Grohn wäre es ein großer Verlust, wenn Keisuke uns im Sommer verlassen würde. Wir sind natürlich bemüht, ihn zu halten, aber wir werden ihn nicht mit allen Mitteln halten. Er muss es auch wollen“, so Reiß. Sollte es nun nach Saisonende doch zum Abschied kommen, ist die Tür beim SV Grohn für Keisuke Morikami laut Reiß aber nicht zu. „Ein Wechsel außerhalb von Bremen ist für Keisuke schon aus beruflichen Gründen nicht so einfach“, sagte Torben Reiß.

Wie auch immer, auf jeden Fall möchte Keisuke Morikami mit den Grohnern den Klassenerhalt in der Landesliga noch schaffen und auch in Sachen Tore schießen, seine Bilanz (ein Saisontor) noch verbessern. „Anfangs wurde ich als Innenverteidiger eingesetzt. Nun spiele ich aber auf meiner Lieblingsposition – im Mittelfeld. Und so kann ich bestimmt noch ein paar Treffer erzielen“, meinte Keisuke Morikami, der bald auch noch den Fußball-Trainerschein machen möchte und möglichst in der Regionalliga spielen will.

Mit sieben Jahren bekam er in Japan den ersten Kontakt zum Fußball. Hiernach agierte Keisuke Morikami unter anderem in einer Universitätsmannschaft, bevor der 25-Jährige durch einen in Düsseldorf wohnenden Freund den Sprung nach Deutschland realisierte. Später heuerte er für eine Saison beim FC Leverkusen an, der in der Landesliga spielte.

Aber schon zu dieser Zeit strebte der Grohner nach Höherem. So entstand über Facebook der Kontakt zum damaligen Bremen-Ligisten SV Grohn, im Besonderen zu Torben Reiß. Gut möglich, dass sich die Wege von Keisuke Morikami und Torben Reiß im Sommer erst einmal trennen werden, aber die Tür bei den „Husaren“ bleibt laut Reiß für Keisuke Morikami ja immer geöffnet…

von Olaf Schnell - 09.03.2018

Herren 26.02.2018 von Matthias Guenther

1. Herren: Grohn schlägt Arsten in Vegesack

Grohn schlägt Arsten in Vegesack

Auf schneebedecktem Untergrund haben die Grohner "Husaren" beim 2:1-Erfolg über den TuS Komet Arsten das bessere Ende für sich

So kann eine Nachbarschaftshilfe auch aussehen. Unter normalen Umständen wäre die Fußball-Landesligapartie zwischen dem Gastgeber SV Grohn und TuS Komet Arsten aufgrund der winterlichen Temperaturen auf dem nicht zu bespielbaren Sportplatz am Oeversberg ausgefallen (2:1). Da aber die SG Aumund-Vegesack spontan ihre Hilfe anbot und seinen Kunstrasenplatz zur Verfügung stellte – „eine tolle Geste“ (SVG-Trainer Torben Reiß) – wurde diese Begegnung bei eisigen Temperaturen und gegen Spielende starkem Schneefall doch noch angepfiffen.

Zum Ligaauftakt im vergangenen Jahr mussten die „Husaren“ noch eine 0:8-Klatsche hinnehmen, doch dieses Mal klappte es wesentlich besser. "Ich bin mit der Leistung der Jungs zufrieden. Aufgrund der Platzverhältnisse war es dann gegen Spielende richtig schwer. Auf so eine gute Leistung kann man jetzt aufbauen", freute sich der Grohner Trainer Reiß. Ohne Landing Sanneh, Benjamin Samorski, Kerim Kerimov und Jarju Sulaymann, der zur Winterpause nicht zum Bezirksligisten SV Türkspor wechselte, kam der Hausherr nach einem hektischen Beginn gut aus den Startlöchern und führte nach 28 Minuten mit 1:0. Von der rechten Position feuerte Cansin Cetin einen gefährlichen Schuss ab. Der TuS-Schlussmann Chris-Ole Maaß konnte den Ball nicht festhalten und so markierte Tengisbold Riemeyer den Führungstreffer aus der Nahdistanz. Zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff hätte dann Muhammed "Mo" Özkul fast per Drehschuss noch auf 2:0 erhöht. Ärgerlich war, dass nach einer weiteren SVG-Chance von Cansin Cetin (54.), Özkul den Arstener Maik Ahlers im Strafraum foulte.

Diese Chance per Elfmeter ließ sich Phil Maaß natürlich nicht entgehen, doch Grohn zeigte sich nicht groß geschockt. Nach einem schönen Konter und Pass von Keisuke Morikami erzielte Ismail Zivoli das 2:1-Siegtor. Kurz vor dem Schlusspfiff mussten dann die Grohner noch etwas zittern, doch ging der Freistoß Justin Fronia knapp über das SVG-Gehäuse. Dank der Vegesacker Nachbarschaftshilfe konnte Grohn also nicht nur dieses Heimspiel durchführen, sondern auch drei wichtige Punkte im Abstiegskampf einsacken. Am nächsten Sonntag hat Grohn wieder ein Heimspiel (gegen Tura Bremen) vor der Brust, doch das wird erneut wettertechnisch sehr auf der Kippe stehen.

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Herren 23.02.2018 von Matthias Guenther

1. Herren: Grohn triumphiert beim Bremen Nord-Cup

Grohn triumphiert beim Bremen-Nord-Cup

Landesligist behält im Finale gegen Hastedt mit 2:1 die Oberhand / Reiß: Eine gute Geschichte für uns

Vor fast genau einem Jahr musste der SV Grohn noch frühzeitig die Koffer packen. Dieses Mal marschierten die „Husaren“ bei der 30. Auflage des Bremen-Nord-Cups, ausgerichtet vom SV Lemwerder, bis ins Finale des traditionell zum Jahresauftakt auf dem Programm stehenden Fußball-Turniers und holten sich schließlich den „Pott“. Das war den Landesliga-Kickern von Trainer Torben Reiß zuletzt im Jahr 2007 gelungen. Im Finale besiegten sie den Bremen-Ligisten BSC Hastedt mit 2:1.

„Ich wusste schon, dass wir eine gute Hallenmannschaft beisammen haben“, sagte Torben Reiß nach dem Endspiel. „In der Halle kann jedoch immer alles passieren, insofern war das für uns schon eine gute Geschichte hier“, so Torben Reiß weiter, dessen Mannschaft der Erfolg in der Ernst-Rodiek-Halle bald vielleicht auch Aufwind im Kampf um den Klassenerhalt auf dem Feld verleihen könnte. Die Grohner waren gesetzt und mussten somit nur am zweiten Turniertag ran, während der BSC Hastedt am ersten Tag noch durch die Qualifikationsmühle ging. Da gewannen die Mannen vom Jacobsberg ihre Gruppe jedoch souverän. Dennoch hatte auch Torben Reiß bei seinen Akteuren einen Kräfteverschleiß am Ende ausgemacht. So reichte die frühe Führung durch Ismail Zivoli zunächst nicht, erst spät markierte Ahmet Aydogan den 2:1-Siegtreffer.

Wie übrigens auch im Halbfinale gegen die U19 des Blumenthaler SV, die am Ende Vierter wurden. Sie unterlagen nach dem 0:1 im Halbfinale gegen den SV Grohn (Tor Aydogan, Vorlage Tiras) auch im Neun-Meter-Schießen um den dritten Platz dem TV Bremen-Walle 1875 mit 1:2. Die Pokale und Geldpreise überreichte bei der Siegerehrung in der
Milchbar BFV-Präsident Björn Fecker, der auch Augenzeuge des zweiten Turniertags war.

Trotz der beiden Niederlagen am Ende war Carsten Herbst, Trainer des A-Junioren-Regionalligisten mit dem Turnierverlauf aus Blumenthaler Sicht zufrieden. „Wir hätten im Halbfinale gegen Grohn zu Beginn eine Überzahl-Situation bekommen können, wer weiß, wie das Spiel dann gelaufen wäre. So konnten wir aber nur zwei oder drei Chancen herausspielen, die wir dann nicht genutzt haben. Grohn war insgesamt die stärkste Mannschaft des Turniers“, analysierte Herbst das Geschehen. Seine Jungs mussten ja auch durch die Qualifikation am
ersten Tag, und ein Teil der Mannschaft war parallel noch bei einem Turnier in Cloppenburg im Einsatz. Umso stärker war der Auftritt der BSV-Youngster einzuschätzen, denn mit dem zweiten Platz in der Qualifikationsgruppe und dem Sieg in der Hauptrunden-Gruppe lief es weitestgehend wie am Schnürchen für die Burgwall-Kicker. Im Viertelfinale wurde zudem der SV Löhnhorst eindrucksvoll mit 6:0 vom Feld gefegt.

Nicht so eindrucksvoll war der Auftritt der Gastgeber vom SV Lemwerder. Der Vorjahressieger startete als eine der vier gesetzten Teams – neben Grohn, der TSV Farge-Rekum und der DJK Germania Blumenthal – holprig ins Turnier mit einem knappen 3:2-Erfolg über den SV Türkspor. Dann folgten ein 6:1 über den SV Eintracht Aumund und ein wiederum knappes 2:1 über den SV Löhnhorst. Im Viertelfinale war dann allerdings für die Schützlinge von Trainer Norman Stamer, der sich überdies eine Zerrung zugezogen hatte, Endstation. 1:2 hieß es gegen den Bremen-Ligisten BSC Hastedt, trotz einer 1:0-Führung. „Aber wir haben ein gutes Turnier gespielt“, sagte Norman Stamer später, „ich bin total zufrieden“. Für den späteren Turniersieger SV Grohn hatte der SVL-Übungsleiter auch noch ein Lob übrig. „Das Finale lief zwar auf Augenhöhe ab, aber Grohn hat das schon gut gemacht“, fand Norman Stamer in den „Husaren“ einen würdigen Sieger.

Die TSV Farge-Rekum verlor in ihrer Hauptrundengruppe den Kampf um den zweiten Tabellenplatz gegen den BSC Hastedt übrigens recht unglücklich. Das direkte Duell zum Auftakt der Hauptrunde endete 1:1, danach holten beide Teams noch jeweils einen Sieg. Allerdings hatte Hastedt am Ende die um einen Treffer bessere Tordifferenz. Derartige Rechenspiele musste man bei DJK nicht bemühen. Die „Germanen“ hatten einige Ausfälle zu beklagen und waren lediglich mit acht Akteuren am Werk. Nur ein Punkt sprang in der Hauptrunde beim 2:2 gegen den TV Bremen-Walle 1875 heraus.

Der Vorjahresfinalist Spielvereinigung Berne hatte zunächst im Qualifikationsturnier als Gruppensieger vor den A-Junioren des Blumenthaler SV das Ticket zur Endrunde gelöst und dann großes Pech im Viertelfinale. Gegen den SV Grohn verloren die Berner erst durch ein Tor in letzter Sekunde mit 2:3. Grohns Muhammed Özkul hatte bei seinem Pressschlag viel Glück, und Bernes Michael Müller hätte einen Tag nach seinem 48. Geburtstag kurz zuvor selbst den Siegtreffer markieren können.

„Die Berner haben richtig guten Fußball gezeigt“, sagte auch Norman Stamer. Was für viele Teams an diesen zwei Tagen galt, der Futsal-Ball lief oftmals sehr ansehnlich durch die Reihen. Lobte Mitorganisator Ralf Bande: „So müssen sich die Spieler mehr bewegen, können nicht bolzen, und das Spielerische tritt mehr in den Vordergrund.“ So dürfte wohl auch die
fest eingeplante 31. Auflage des Bremen-Nord-Cups im Januar 2019 in ähnlicher Manier über die Bühne gehen.

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