SV Grohn - Newsartikel drucken


Autor: Matthias Guenther
Datum: 10.09.2018


Dank eines Eigentors: TuS Komet Arsten gewinnt torreiches Spitzenspiel

Dank eines Eigentors: TuS Komet Arsten gewinnt torreiches Spitzenspiel

Beim SV Grohn verspielt die Dieckermann-Elf zunächst eine 3:1-Führung, setzt sich am Ende aber doch noch mit 4:3 durch

Die Landesliga-Fußballer des SV Grohn haben nicht geliefert. Jedenfalls nicht das, was bestellt war. Denn während sich ihr Trainer Celestin Zurek zu seinem 51. Geburtstag drei Zähler gewünscht hatte und die auch auf dem Lieferschein der Mannschaft vermerkt worden waren, kassierten die "Husaren" am Oeversberg eine 3:4 (1:2)-Niederlage gegen den weiterhin ungeschlagenen TuS Komet Arsten.

"Ich bin enttäuscht", gestand Celestin Zurek ein, der sich über das Engagement seines Teams allerdings nicht beschweren konnte. Nach einem 0:1- und einem 1:3-Rückstand kamen die Nord-Bremer zurück und mussten sich schließlich erst durch ein bitteres Eigentor ihres Keepers Florian Samorski geschlagen geben. "Eine unglückliche Niederlage", stellte Zurek zu Recht fest. Komet-Trainer Steffen Diekermann gestand ein, dass die Partie auch einen anderen Verlauf hätte nehmen können: "In der ersten Hälfte hat uns unser Keeper im Spiel gehalten."

Dieser großzügige Umgang mit Großchancen war somit auch eine von zwei Hauptursachen für die erste Saisonniederlage der "Husaren". Aber auch die Räume zwischen der Abwehr- und Mittelfeldreihe waren immer wieder ein gefundenes Fressen für die Gäste-Offensive. Wenn hier die Abstimmung besser justiert wird, können die Grohner ihr Potenzial auch besser ausschöpfen.

Augenfälliger war aber die fehlende Kaltschnäuzigkeit im Abschluss. So scheiterte Kai Michaelis, der seine Schnelligkeit einsetzte und mit guten Laufwegen gefiel, zweimal freistehend an Komet-Keeper Chris-Ole Maaß (20./25.). Im Gegenzug der zweiten Chance gelang Daniel Grand gegen eine unsortierte Grohner Hintermannschaft die zu diesem Zeitpunkt glückliche Führung.

Was in den ersten 45 Minuten weder im Eins gegen eins, noch aus der Distanz (Ismail Zivoli und Cansin Cetin) klappen wollte, holten die Platzherren dann per Standard nach. Jannis Kurkiewicz stieg nach einer Cetin-Ecke am kurzen Pfosten hoch und erzielte per Kopf den Treffer zum 1:1 (35.). "Wir sind zu offen", stellte Geburtstagkind Zurek drei Minuten später nach dem 1:2 von Maik Ahlers, der in die Schnittstelle der Abwehrkette geschickt worden war, fest.

Einer Kette von Fehlern im eigenen Strafraum ging das 1:3 in der 65. Minute voraus. Maik Ahlers war der Nutznießer. Doch die Grohner steckten den Kopf nicht in den Sand, wollten ihrem Coach etwas Netteres als eine Heimniederlage schenken. Und nahmen bei diesem Unterfangen gerne die Unterstützung der Gäste in Anspruch. Nach einem Ballverlust im Aufbau wurde Kai Michaelis Richtung Grundlinie geschickt und bediente den direkt zum 2:3 (71.) vollstreckenden Cansin Cetin. Überhaupt war Cetin einmal mehr der auffälligste Grohner. Die Stimmung auf den Rängen stieg. Und als Jannis Kurkiewicz sich, zwischen zwei Gegenspielern stehend, auf engstem Raum wie ein Kreisel drehte und mit der Pike zum 3:3 (77.) vollstreckte, kochte es in der Grohner "Ostkurve" fast über.

Vier Minuten später folgte jedoch der Stimmungstöter. Bei einem von Lars Lührssen dicht vor das Tor gebrachten Eckball blickte Grohns Keeper Florian Samorski für einen Moment in die Sonne und beförderte sich den Ball mit der Hand ins eigene Tor. "Es hätte auch anders herum laufen können", erklärte Celestin Zurek, der sich zwar nicht an den gewünschten Punkten, aber demnächst an einer Reise erfreuen kann. Die haben sich seine Frau, die im August Geburtstag hatte, und er gegenseitig geschenkt.