SV Grohn - Newsartikel drucken


Autor: Matthias Guenther
Datum: 23.08.2018


Lotto-Pokal: Für den SV Grohn ist in Runde zwei Endstation

Lotto-Pokal: Für den SV Grohn ist in Runde zwei Endstation

Harmlose Offensive und unglückliche Defensivaktionen führen zum 0:3 gegen den VfL 07

Mit einer matten Vorstellung hat sich der SV Grohn aus dem Lotto-Pokal-Wettbewerb verabschiedet. Auf eigenem Platz unterlag der Nordbremer Fußball-Landesligist dem Klassengefährten VfL 07 Bremen in der zweiten Pokalrunde glatt und auch in der Höhe verdient mit 0:3. Insbesondere in der Offensive passten sich die Grohner am Mittwochabend den klimatischen Bedingungen an und präsentierten sich als laues Lüftchen.

Weil Grohns Chefcoach Celestin Zurek im Urlaub weilt, übernahmen Team-Manager Torben Reiß und Co-Trainer Matthias Günther das Kommando an der Seitenlinie. Was sie sahen, konnte sie nicht zufriedenstellen. Die Gastgeber hielten die phasenweise zerfahrene Partie zwar in der ersten halben Stunde offen, ihren Rhythmus fanden sie gegen die spielstärkeren Findorffer aber nie.

Freilich ärgerte sich auch VfL-Trainer Nikolai Klein zunächst über die vielen Abspielfehler seiner Mannschaft. Die allerdings in der Offensive druckvoller agierte. Folgerichtig fiel der Führungstreffer der Gäste. In der 30. Minute traf Tobias Kruschke zunächst das Lattenkreuz, eine Minute später ließ Grohns Keeper Florian Samorski, von der Sonne geblendet, einen flach geschossenen Freistoß von Steffen Egert durch die Hände gleiten: 0:1. Die Gastgeber antworteten mit ihrem ersten gefährlichen Angriff, doch der Schuss von Michael Busche verfehlte sein Ziel weit (37.).

Dennoch sollte er ein Zeichen für die zweite Halbzeit setzen. Der SVGrohn gab sofort nach dem Wiederanpfiff seine Zurückhaltung in der Offensive auf, bot den Gästen allerdings auch mehr Platz im Mittelfeld. Bereits in der 53. Minute realisierten die Findorffer mit Unterstützung der "Husaren"-Abwehr die Vorentscheidung: Zunächst traf Tobias Kruschke per Kopf das Lattenkreuz, anschließend erzielte Grohns Verteidiger Landing Sanneh im Kampf um den Ball ein klassisches Eigentor zum 0:2 (53.).

Die "Husaren" waren nun gezwungen, ihre offensiven Bemühungen zu forcieren. Und nach einer guten Stunde Spielzeit bot sich ihnen tatsächlich eine dicke Chance auf den Anschlusstreffer: Kai Michaelis erlief sich einen Steilpass, konnte VfL-Keeper Lucas Horsch aber nicht überwinden. So blieb es den Gästen vorbehalten, den Schlusspunkt zu setzen. In der 77. Minute erhöhte Tobias Kruschke mit einem platzierten Kopfstoß auf 3:0 für den VfL 07 Bremen.

Nikolai Klein sprach nach dem Abpfiff von einem verdienten Sieg, während Torben Reiß die fehlende Durchschlagskraft seiner Mannschaft nachdenklich stimmte. Und dass mit seinem Kapitän Jannis Kurkiewicz sowie Mittelfeldrenner Wladislaw Pfeifer zwei Stammkräfte wegen Verletzungen vorzeitig den Rasen verlassen mussten, konnte ihm auch nicht gefallen.

Artikel von Klaus Grunewald

SPORTBUZZER vom 22.08.2018