SV Grohn - Newsartikel drucken


Autor: Matthias Guenther
Datum: 30.07.2018


Gro├čer Jubel im Jahnstadion - TuSG Ritterhude gewinnt eigene Sportwoche

Großer Jubel im Jahnstadion - TuSG Ritterhude gewinnt eigene Sportwoche

Im Finale setzt sich der Gastgeber mit 3:0 gegen den SV Komet Pennigbüttel durch / SAV nach 4:0-Sieg über Grohn Dritter

Riesiger Jubel herrschte am Sonnabend im Jahnstadion: Nach dem Erfolg vor zwei Jahren hat die gastgebende TuSG Ritterhude erneut die eigene Sportwoche gewonnen. Durch einen verdienten 3:0-Finalerfolg über den SV Komet Pennigbüttel sicherten sich die Gastgeber vor 250 Zuschauern den prestigeträchtigen Titel und satte 400 Euro Preisgeld. Auf dem dritten Platz landete die SG Aumund-Vegesack. Der Vorjahressieger setzte sich im kleinen Finale gegen den SV Grohn deutlich mit 4:0 durch.

TuSG Ritterhude – SV Pennigbüttel 3:0: Wie hoch der Stellenwert des Sieges für die Hausherren war, wurde unmittelbar nach Abpfiff deutlich. Da entlud sich die Freude in lauten Gesängen und wilden Jubelszenen. Auch der überglückliche Trainer Julian Geils wusste um die Bedeutung: „Das ist für uns der Pokal. Wir wollten diese Sportwoche unbedingt gewinnen und ich bin natürlich sehr zufrieden“, so der strahlende Coach nach dem Spiel. Dieses war von Beginn an sehr umkämpft – beiden Teams war anzumerken, dass sie unbedingt gewinnen wollten. Für den Schiedsrichter Joachim Pankoke und sein Gespann gab es so jede Menge Arbeit und immer wieder kam es nach rassigen Zweikämpfen zu hitzigen Diskussionen. Fußball wurde aber auch gespielt, die erste gute Chance hatten die klassentieferen „Kometen“: Einen gefährlichen Freistoß aus dem Halbfeld von Joschua Zurek parierte TuSG-Schlussmann Timm Korge jedoch glänzend (5.). Auf der anderen Seite klärte der herauseilende Alexander Krenz einmal in letzter Sekunde vor Marcel Meyer, auch bei einem zu zentral getretenen Freistoß von Paul Ihongbe war der Gästekeeper zur Stelle. In der 22. Minute war aber auch Krenz machtlos, als ein satter Schuss von Janluca Grove aus über 20 Metern vom Innenpfosten ins Netz klatschte. Allerdings kam die Vorarbeit von Meyer aus extrem abseitsverdächtiger Position.

Im Gegenzug zielte Marvin Eberhards zu hoch, sodass es nach 30 Minuten mit einer knappen Ritterhuder Führung in die Kabinen ging. Kurz nach dem Wiederanpfiff verpasste der überragende Mann auf dem Platz, Ritterhudes Tobias Böttcher, dann nur knapp die Vorentscheidung. Ein sehenswerter Schuss des Aktivpostens prallte da nur an den Pfosten. Die kampfstarken Pennigbüttler blieben so im Spiel und weiter gefährlich. Erneut war es ein gefühlvoller Zurek-Freistoß, der nur knapp am Gehäuse vorbeisegelte (37.). In der Folgezeit versuchten die Gäste dann zwar den Druck zu erhöhen, die TuSG-Defensive um den bärenstarken Dario Cordes ließ aber kaum etwas zu. So boten sich den Gastgebern immer größer werdende Lücken, was die pfeilschnellen TuSG-Offensivakteure auch zu nutzen wussten. Nach einem schulbuchmäßigen Konter bediente der eingewechselte Pascal Kranz den mitgelaufenen Böttcher, dieser behielt die Übersicht und krönte seine Leistung mit dem 2:0 (51.). Nur sechs Minuten später sorgte dann Kranz nach einem starken Ballgewinn von Niklas Lehmkuhl für den Endstand. Auf der anderen Seite traf Zurek mit seinem dritten starken Freistoß des Tages nur die Latte, sodass der Ehrentreffer ausfiel.

Unschön wurde es dann in der letzten Minute, als Pennigbüttels Vinzenz van Koll nach einer Rangelei noch eine überflüssige Rote Karte sah. Bis auf diesen Schlussakt durfte aber auch Pennigbüttels Co-Trainer Norman Thies mit der Vorstellung seiner Truppe einverstanden gewesen sein. „Wir haben 50 Minuten gegen einen starken Gegner gut dagegengehalten und hatten bei den Freistößen auch ein wenig Pech“, so Thies, der die Ritterhuder Sportwoche trotz der Finalpleite als sehr positiv empfand.

*SV Grohn – SG Aumund-Vegesack 0:4: *Das kleine Finale zwischen den beiden Rivalen aus dem Bremer Norden wurde zu einer deutlichen Angelegenheit. Der Vorjahressieger siegte souverän mit 4:0 gegen die „Husaren“ aus Grohn. Denen war dabei deutlich anzumerken, dass aufgrund eines Doppeleinsatzes am Sonntag einige Stammkräfte fehlten. Von Beginn an übernahmen die Vegesacker die Kontrolle und gingen bereits in der zehnten Minute durch den Toptorjäger des Turniers Kasim Uslu (5 Treffer) in Front. Mustergültig eingeleitet wurde dieses Tor vom starken Nick Engelhardt, der kurz darauf auch den zweiten Treffer von Lennart Kettner perfekt auflegte (21.). Noch vor der Pause sorgte Mirko Jankowski mit einem Kopfballtreffer dann für klare Verhältnisse (26.) Nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff war es dann erneut Jankowski, der auf Vorlage von Uslu für den Endstand im einseitigen Duell sorgte.

Artikel von Jan-Hendrick Gantzkow

SPORTBUZZER vom 29.07.2018